Samstag, 9. Juli 2011

Iniative 50plus für Beschäftigungslose

Beschäftigungslose ältere Arbeitnehmer ab 50 (50plus) mit einer Arbeitslosigkeit von mindestens 12 Monate haben Anspruch auf einen Eingliederungsschein gemäß § 223 SGB III.

Mit dem Eingliederungsgutschein verpflichtet sich die Agentur für Arbeit, einen Eingliederungszuschuss an den Arbeitgeber zu leisten, wenn
  1. der Arbeitnehmer eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufnimmt,
  2. die Arbeitszeit mindestens 15 Stunden wöchentlich beträgt und
  3. das Beschäftigungsverhältnis für mindestens ein Jahr begründet wird.
Für Arbeitnehmer, die einen Anspruch auf einen Eingliederungsgutschein haben, beträgt die Förderhöhe 50 Prozent des berücksichtigungsfähigen Arbeitsentgelts für die Dauer von max. 24 Monate.

Für schwerbehinderte ältere Arbeitnehmer beträgt die Förderung gem. § 222 a SGB III bis zu 70 % des zu berücksichtigten Arbeitsentgeltes und einer maximalen Förderdauer von 36 Monaten.

Freitag, 8. Juli 2011

Rentenberatung für die Generation 50 plus

Die Generation 50 plus hat schon viele Jahrzehnte gearbeitet und umfangreiche private und berufliche Erfahrung gesammelt. Als Rentenberater möchte ich diese Zielgruppe ansprechen.

Die Altersrente für Frauen und die Altersrente wegen Arbeitslosigkeit/Altersteilzeit endet mit dem Jahrgang 1951. Ab dem 01.01.1952 entfallen beide Altersrente für Jahrgänge ab 1952.

Für den Jahrgang 1952 bleibt außer der Regelaltersrente nur noch die Altersrente für langjährig Versicherte mit einem frühestmöglichen Rentenbeginn ab dem 63. Lebensjahr mit 9 % Rentenabschlägen oder einer günstigen Altersrente für schwerbehinderte Menschen. Für spätere Jahrgänge erhöhen sich die Rentenabschläge jeweils um 0,3 % pro Jahr. Wichtig ist es für Jahrgänge ab 1952 die Wartezeit von 35 Jahren für die vorgezogene Altersrente zu haben.

Es empfiehlt sich 5 Jahre vor Rentenantragstellung sich die Rentenauskunft dementsprechend anzuschauen und bei Fragen sich an einen unabhängigen, kostenpflichtigen Rentenberater oder an die Auskunft- und Beratungsstelle mit einer kostenlosen Beratung zu wenden. Die Mitarbeiter der Rentenversicherungsträger antworten nur auf Fragen, die Ihnen gestellt werden. Sie weisen in aller Regel nicht auf Vorteile und Optimierungen hin. Denn Optimierungs-beratungen der Mitarbeiter würden die Versicherungsgemeinschaft belasten.

Häufig sind die Versicherungsverläufe nicht geklärt. Es sind noch Lücken im Versicherungskonto vorhanden. So können z.B. noch Kindererziehungszeiten und Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung, Ausbildungszeiten (Lehre) und Schul- und Fachschulzeiten fehlen. Der geübte Blick des Rentenberaters sieht solche Lücken im Versicherungsverlauf recht schnell.

Bei Vorliegen von Behinderungen empfiehlt es sich vor Rentenbeginn einen Antrag auf Schwerbehinderung beim zuständigen Versorgungsamt (Landratsamt) einzureichen. Bei einer Altersrente für schwerbehinderte Menschen sind die Rentenabschläge erheblich niedriger. Vor allem sind alle Personen mit einer schon bestehenden Behinderung von weniger als 50 % angesprochen. Eine unabhängige Beratung bei einem Rentenberater schätzt die Chancen für die Erreichung einer Schwerbehinderung ab 50 % ein.

Der Aufwand einer Beratung amortisiert sich recht schnell durch die höhere Altersrente.

Die Altersgruppe 50Plus hat über den Bundesverband Initiative 50Plus ein Sprachrohr.
Der Bundesverband Initative 50Plus vertritt die Interessen von 34 Millionen Menschen in Deutschland. Interessenten in Baden-Württemberg melden sich bitte bei der Landesbeauftragte Frau Claudia Del Vecchio, Tel: 07194 / 95 45 40

Mittwoch, 6. Juli 2011

Vorbereitung auf den medizinischen Begutachtungstermin

Heute war ein Mandant bei mir bezüglich dem Wunsch ihn auf die medizinische Begutachtung vorzubereiten.

Er wird im Klageverfahren von einem bekannten Fachanwalt für Sozialrecht in Stuttgart-Mitte vertreten. Ich kenne ihn als kompetenten Anwalt für Sozialrecht.

In einer Erstberatung habe ich den Mandanten auf die notwendige Verhaltenstherapie (VT) bei schweren depressiven Episoden hingewiesen. Ich habe ihm eine Liste von Diplom-Psychologen in Stuttgart-Mitte überreicht.

Der behandelnde Psychiater diagnostiziert eine schwere depressive Episode ohne ihn aktuell in eine psychosomatische Klinik zu überweisen. Für den ärztlichen Dienst der Rentenversicherungsträger oder dem Gutachter ist die Diagnose F 32.2 ohne VT und Akutklinik nicht zu vermitteln. Es wird oft von einer Gefälligkeitsdiagnose ausgegangen.

Dem Mandanten werden die häufigen Fehler in einem Begutachtungsgespräch vermittelt. Hierbei gehe ich von einem Mandanten ohne Aggravation aus. Häufig stehen falsche Schamgedanken, Angst vor Führerscheinentzug oder einer möglichen Einweisung in eine psychiatrische Klinik einer objektiven Anamnese im Weg. Der Gutachter kommt in der Anamnese nicht "unter die Oberfläche", da der Probant eine Maske verwendet und manche Symptome beschönigt oder verschweigt.

Dies wird bei besonders "harten Gutachtern" mit einer hohen Ablehnungsquote zum Problem. Diese Gutachter gehen häufig nur auf das vom Probanden vorgebrachtes ein. Versteckte Symptome gehen hierbei unter.

Tipp: Ich kann Rechtsanwälten, die selten Verfahren in Sachen Rente wegen EM oder Schwerbehinderung durchführen und Mandanten den Service einer neutralen Erstberatung mit Chancen für die Rentengewährung/Schwerbehinderung und die Vorbereitung auf den medizinischen Begutachtungstermin bieten.

Freitag, 1. Juli 2011

Dauer Arbeitslosengeld

Die Dauer des Arbeitslosengeldes richtet sich gemäß § 127 SGB III nach Alter des Arbeitslosen und wie lange der versicherungspflichtige Arbeitnehmer in den letzten fünf Jahren versicherungspflichtig beschäftigt war. Ab 12 Monate versicherungspflichtiger Beschäftigung entsteht ein Anspruch auf 6 Monate Arbeitslosengeld. Ab Vollendung des 58. Lebensjahres und einer versicherungspflichtigen Beschäftigung von 48 Kalendermonaten entsteht ein Anspruch auf 24 Monate Arbeitslosengeld.

Tipp: Soweit der Arbeitslose 57 und 11 Monate alt ist, empfiehlt es sich den Antrag auf Arbeitslosengeld erst ab Vollendung des 58. Lebensjahres einzureichen, um statt 18 Monate Arbeitslosengeld einen Anspruch von 24 Monate Arbeitslosengeld zu erhalten.

Durch den Bezug von Arbeitslosengeld werden Beiträge in Höhe von 80 % des letzten Entgeltes dem Rentenversicherungsträger gemeldet. Durch den Bezug von Arbeitslosengeld kann die vorgezogene Altersrente hinausgeschoben werden und Rentenabschläge reduziert werden.

Lassen Sie sich von einem Rentenberater die optimale Rentenhöhe ermitteln.

Dauer des Versicherungspflicht- verhältnisses von mindestensund nach Vollendung des … LebensjahresAnspruchsdauer in
...Monaten... Kalendertagen
... Monaten... Kalendertagen
12360
6180
16480
8240
20600
10300
24720
12360
3090050.15450
36108055.18540
48144058.24720
br

Anspruch auf Krankengeld

Gemäß § 44 Absatz 1 SGB V haben Versicherte Anspruch auf Krankengeld, wenn die Krankheit sie arbeitsunfähig macht oder sie auf Kosten der Krankenkasse stationär in einem Krankenhaus, einer Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung behandelt werden.

Das Krankengeld beträgt gem. § 47 SGB V 70 % des erzielten regelmäßigen Arbeitsentgelts und Arbeitseinkommen, soweit es der Beitragsberechnung unterliegt (Regelentgelt). Das aus dem Arbeitsentgelt berechnete Krankengeld darf 90 % des Nettoarbeitsentgeltes nicht übersteigen.

Arbeitnehmer, die die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenkasse überschreiten, haben eine Versorgungslücke, die über eine private Krankentagegeldversicherung geschlossen werden kann.

Das Krankengeld aus Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit wird längstens für 78 Wochen innerhalb von je drei Jahren , gerechnet vom Tage des Beginns der Arbeitsunfähigkeit an von der gesetzlichen Krankenkasse geleistet.

Bei Beginn eines neuen Dreijahreszeitraumes besteht ein neuer Anspruch auf Krankengeld wegen derselben Krankheit, wenn sie bei Eintritt der erneuten Arbeitsunfähigkeit mit Anspruch auf Krankengeld versichert sind und in der Zwischenzeit mindestens sechs Monate
  1. nicht wegen dieser Krankheit arbeitsunfähig waren und
  2. erwerbstätig waren oder der Arbeitsvermittlung zur Verfügung standen


Dienstag, 28. Juni 2011

Wegfall des Krankengeldes nach Beschäftigungsende

Letzte Woche war bei mir eine 59-jährige Mandantin zur Beratung bezüglich Wegfall des Krankengeldanspruchs.

Sie wird aktuell von einem Rechtsreferenten des VdK vertreten. Nach Analyse des Falles ergab sich folgende Situation:

  1. Beschäftigungsende 30.06.2010
  2. Arbeitsunfähigkeit über Orthopäde bis 30.06.2010
  3. Arbeitsunfähigkeit über Hausarzt ausgestellt am 01.07.2010 ab 01.07.2010
  4. Meldung bei der Agentur für Arbeit ohne Bezug von Arbeitslosengeld
Der Anspruch auf Krankengeld beginnt gemäß § 46 SGB V bei krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit (AU) von dem Tag an, der auf den Tag der ärztlichen Feststellung der Arbeitsunfähigkeit folgt.

Folgetag wäre der 2.7.2010, in dem kein Beschäftigungsverhältnis mehr besteht. Es fehlt an der Entgeltersatzleistung.

Bei Feststellung des Arztes am 30.06.2010 hätte die Mandantin am 01.07.2010 Krankengeld erhalten.

Das Problem der Mandantin war die mangelnde Erreichbarkeit des Rechtsreferenten. Es fand wohl keine Beratung zu § 125 SGB III statt. Insoweit hat die Mandantin bis zu meinem Beratungstermin kein Arbeitslosengeld beantragt. Wegen dem Antragsprinzip kann sie keine rückwirkende Arbeitslosengeldleistung erhalten. Ich habe ihr geraten unverzüglich einen Beratungstermin bei der Agentur für Arbeit wegen Arbeitslosengeld zu machen.

Parallel dazu ist bei ihr noch ein Schwerbehinderungsverfahren anhängig. Wegen dem frühestmöglichen Rentenbeginn der Altersrente für schwerbehinderte Menschen wird sie im Klageverfahren von mir unterstützt werden.

In derart komplexen Sachverhalte ist eine Erstberatung bei einem Rentenberater oder Fachanwalt für Sozialrecht hilfreich, der die ganzheitliche Beratung Krankengeld - Arbeitslosengeld - Schwerbehinderung - Rente durchführt und umsetzt.

Donnerstag, 23. Juni 2011

Kostenloses Kiesertraining bis zum 10.07.2011

Diese Woche habe ich von Kieser Training Stuttgart einen Brief erhalten, das eine Aktion bis 10.07.2011 bezüglich einem kostenloses Training bis zu 14 Tagen inkl. 3 Begleiteinheiten stattfindet.

Ich bin schon über 10 Jahre Mitglied bei Kieser Training in Stuttgart. Kieser Training bietet selbständiges Training (Kraftraining) unter Aufsicht und Kräftigunstherapie für Kunden mit Problemen am Bewegungsapparat an.

Die Medizinische Kräftigungstherapie wird bei folgenden Beschwerden ärztlich verordnet:

  • Rückenschmerzen in aller Form
  • Verspannungen in der Hals- und Nackenmuskulatur
  • muskuläre Insuffizienz und muskuläre Dysbalance
  • Osteoporose
  • nicht-operationsbedürftige Bandscheibenvorwölbungen und Bandscheibenvorfälle
  • degenerative Veränderungen der Wirbelsäule
  • „Schleudertrauma“
  • Haltungsschwächen und -fehler (zum Beispiel Skoliose, Segmentinstabilitäten, Spondylolisthesis)
  • rheumatische Gelenkerkrankungen (zum Beispiel chronische Polyarthritis, Morbus Bechterew, Fibromyalgie)
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • postoperative Zustände an der Hals-, Brust-, Lendenwirbelsäule
Wie kommen Sie zu dem 14 tägigen kostenlosen Training? Berufen Sie sich auf mich - Siegfried Sommer und teilen dem Kieser-Team meinen Namen mit.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Trainieren.